Das gelbe Absperrband als Zeichen nach außen wies darauf hin, dass das Rotundenareal eine Baustelle im Sinne eines unfertigen, noch veränderbaren Zustands ist. Alle Bürgerinnen und Bürger waren eingeladen, an der Ideenfindung teilnzunehmen.

Mitarbeiten für alle Interessierten möglich

Im offenen Ideenbüro wurden im September sowie November 2012 für jeweils drei Tage Ideen angenommen. Es gab die Möglichkeit, die eigenen Ideen gemeinsam mit anderen Bürger_innen und Planer_innen zu verfeinern.

Danke für die Teilnahme!

 

Neue Nutzungen für das Rotundenareal müssen her, darum wurde die Bevölkerung von einem Team von Moderator_innen und Planer_innen eingeladen, Teil der Ideenfindung zu sein.

Der Stadtsaal wurde zwei mal zu einem offenen Ideenbüro umfunktioniert, in dem LIVE mit allen Interessent_innen gearbeitet wurde:

Im ersten Teil der vor ort ideenwerkstatt wurde das Rotundenareal mit der Bevölkerung aufs Genaueste inspiziert, Themen wurden aufgesprürt, vorhandene Ideen zu gesammelt und neue Ideen zu gesucht. Die Ideen wurden in Themengruppen geclustert. Besonders wichtig war es, mit den Bürger_innen gemeinsam die Kriterien zur Bewertung der eingebrachten Ideen zu definieren.

 

Das vor ort Team verarbeitete, die eingegangenen Ideen und Bewertungskriterien, sowie weitere wichtige Inhalte aus den geführten Gesprächen und moderierten Veranstaltungen weiter, um die Basis für den zweiten Teil der vor ort ideenwerkstatt im November aufzubereiten. 

 

Von 19. bis 21. November 2012 hatten alle Interessierten noch einmal Gelegenheit, die Zukunft des Innsbrucker Rotundenareals mitzubestimmen. In der zweiten Phase der vor ort ideenwerkstatt® wurden in den Innsbrucker Stadtsälen mehrere Szenarien zur Weiterentwicklung präsentiert. Sie basieren auf den über 1.000 von Bürger_innen eingereichten Vorschlägen für das zukunftsträchtige Areal inmitten der Stadt. Drei Tage lang war die Bevölkerung eingeladen, an den Szenarien weiterzuarbeiten und am letzten Abend eine Empfehlung zur Weiterentwicklung abzugeben. 

Sukzessive entstand ein klares Bild für das zukünftige Rotundenareal:

 

  • Ein attraktives, vitales Gesamtareal steht im Vordergrund: Die Rotunde, die ehemalige Talstation sowie die Brücke der alten Hungerburgbahn und der dazugehörende Freiraum bilden als urbanes Areal eine Einheit. Es ist die Schnittstelle zwischen Stadt, Berg und Fluss, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.

 

 

  • Das Rotundenareal soll ein Ort für die BewohnerInnen und BenutzerInnen der Stadt sein, und nicht in erster Linie touristische Ziele verfolgen. Die Bevölkerung wünscht sich eine öffentliche, vielfältige und kulturelle Nutzung sowohl innerhalb der Gebäude und als auch am Gesamtareal, das den Kreativen in Stadt und Land Raum zur Entfaltung bieten soll.

 

 

  • Bei der ehemaligen Talstation geht die Tendenz dahin, aus ihr eine „Kreativstation“ zu machen, eventuell ein Neubau mit „Erinnerungselementen“ der ursprünglichen Nutzung. Verschiedenste Einrichtungen und Initiativen könnten Platz finden – getragen von einem „Zukunftslabor“, das in der Einscheidungs- und Umbauphase Impulse für die künftige Bespielung liefert.

 

 

  • Die denkmalgeschützte Brücke soll als Treppe begehbar gemacht werden, von der aus ein Einstieg in das Wegenetz auf der Nordkette möglich ist. Das Industriedenkmal wird erneut zur Verbindung über den Fluss zwischen Stadt und Berg. 

 

 

  • Die Einzigartigkeit der Raumdimension und Dachkonstruktion der Rotunde soll erlebbar bleiben und nicht durch Einbauten beeinträchtigt werden. Die Variante, bei der die Rotunde als digitaler Projektionsraum ihrer ursprünglichen Funktion zeitgemäß zurückgeführt wird, erhielt von der Bevölkerung den größten Zuspruch. Auch eine zweite Variante, bei der eine begehbare Rampe im Innenraum spiralenförmig entlang der Mauer nach oben führt und so zu einem Präsentationsort für Digitales und Analoges werden kann, gilt es vor der endgültigen Empfehlung an das Land Tirol auf Machbarkeit und Kosten zu überprüfen. 

 

 

  • Der verbindende Freiraum wird zum „Rotundenplatzl“ und soll vorwiegend „Verweilfläche“ mit Gastronomie und ausreichend konsumfreiem Raum sein. Die Öffnung mittels Sitzstufen hin zum Wasser ist ein vielfach geäußerter Wunsch der Bevölkerung, der jedoch der Abklärung mit dem Hochwasserschutz und weiterer Einrichtungen bedarf. Hinsichtlich des Radwegs wird langfristig eine kreuzungsfrei Radwegführung entlang des Inns gewünscht, unabhängig davon ist auch eine Radwegführung als südliche Begrenzung des Platzes denkbar. 
  • Bis zur Umsetzung des neuen Rotundenareals begrüßt die Bevölkerung eine Zwischennutzung der Talstation als Jugendraum des SchülerInnenbeirats des Stadtparlaments. Gemeinsam mit dem „Zukunftslabor“, einem im Zuge der vor ort ideenwerkstatt® gegründeten Zusammenschluss von Kreativen, werden die Räume selbst verwaltet genutzt und langfristige Perspektiven für die Bespielung prozesshaft erarbeitet. Die Idee der Zwischennutzung ist konkretes Ergebnis der vor ort ideenwerkstatt® und findet große Unterstützung seitens der Stadtpolitik.

 

 

Aus diesen Ergebnissen des partizipativen Prozesses erarbeitete das Team von nonconform architektur vor ort bis März 2013 eine Machbarkeitsanalyse, in Abstimmung mit den Auftraggebern, der Stadt Innsbruck und dem Land Tirol. Die finale Präsentation findet am 23. Oktober 2013 in den Stadtsälen statt.

 

 

 

 

 

 

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Der erste Teil der vor ort ideenwerkstatt fand zwischen 26. und 28. September statt. Hier wurden Ideen gesammelt, sortiert und Kriterien zur Bewertung der Ideen erarbeitet. >zum Video 

 

 

Bildnachweise: 

Christian Forcher 

 

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