Funktionsüberlagerungen

Viele Bedürfnisse stoßen am Rotundenareal aufeinander: Die Orientierung der Bauwerke zueinander, die Verbindung zum Wasser, der Zugang zur Brücke der alten Hungerburgbahn, Erinnerungselemente, Verweilraumqualitäten und Mobilität.

Ansprüche an den Freiraum

Den Teilnehmenden ist ein Verweilraum abseits vom Verkehr am liebsten, ein starker Wunsch nach dem Bezug zum Wasser ist da.

gehen und stehen

Die Bevölkerung schlägt ein Begehbarmachen der Brücke der ehemaligen Hungerburgbahn vor. Diese Variante erzielte die meisten Vorteile und die wenigsten Nachteile. Eine Einbindung ins bestehende Wegenetz ist dafür eine wichtige Voraussetzung.

Zur Brücke gelangen

Unterschiedliche Varianten zum Zugang zur Brücke sollen möglich sein, damit das Erdgeschoß eines Bauwerks am Anfang der Brücke (ob in heutiger, oder in zukünftiger Form) genutzt werden kann. Die Erinnerung an die ehemalige Talstation soll deutlich sichtbar sein.

Talstation>>

Über den Erinnerungselementen im Erdgeschoß soll eine Kreativstation entstehen. Ein Ort für Kulturinitiativen, Workshops, Jugendinitiativen sowie ein Co- Working Space sind angedacht. Gemeinsame Räume sollen über eine gemeinsame Betreiberorganisation verwaltet werden, die Inhalte sind mit dem Geschehen in der Rotunde vernetzt.

Rotunde mehrfach nutzbar

Die Mehrfachnutzung der Rotunde war wesentliches Thema, wichtig sind auch das Erhalten und Erlebbarmachen der Raumdimension. Eine moderne Form eines Panoramas oder ein vielschichtiger Raum mit zarter Rampe erlauben dies.

Zwischennutzung

Eine Zwischennutzung durch junge Menschen würde schon bald eine Wiederbelebung des Rotundenareals ermöglichen. Zusätzlich würde diese in Verbindung mit der Weiterentwicklung von Zukunftsperspektiven für das Areal wertvolles Wissen und Netzwerke bedeuten.

Weichen für die Zukunft des Rotundenareals gestellt

Die Schnittstelle von Stadt, Berg und Fluss soll zu einem Zentrum für Kultur und Kreative werden.

Von 26. bis 28. September sowie vom 19. bis 21. November 2012 erarbeiteten Bürgerinnen und Bürger, Expertinnen und Experten im Rahmen der vor ort ideenwerkstatt® Ideen und Wunschszenarien für die künftige Nutzung des Innsbrucker Rotundenareals. Diese werden nun in einer Machbarkeitsanalyse konkretisiert und im Frühjahr 2013 der Öffentlichkeit präsentiert.

Über 1.000 Vorschläge für die Nutzung des Rotundenareals hatte die interessierte Bevölkerung eingereicht.

Gemeinsam mit den Team von nonconform architektur vor ort erarbeiteten die Bürgerinnen und Bürger im temporären Ideenbüro der Innsbrucker Stadtsäle Kriterien zur Beurteilung der Ideen. Daraus wiederum ergaben sich mehrere unterschiedliche Szenarien, deren Vor- und Nachteile im konstruktiven Dialog mit der Bevölkerung diskutiert wurden. Sukzessive entstand ein klares Bild für die Zukunft des Rotundenareals.

 

Wesentliche Ergebnisse des partizipativen Prozesses sind:

  • Ein attraktives, vitales Gesamtareal steht im Vordergrund: Die Rotunde, die ehemalige Talstation sowie die Brücke der alten Hungerburgbahn und der
  • dazugehörende Freiraum bilden als urbanes Areal eine Einheit. Es ist die Schnittstelle zwischen Stadt, Berg und Fluss, zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
  • Das Rotundenareal soll ein Ort für die Bewohnerinnen und Bewohner Innsbrucks und Tiros sein und nicht in erster Linie touristische Ziele verfolgen. Die Bevölkerung wünscht sich eine öffentliche, vielfältige und kulturelle Nutzung sowohl innerhalb der Gebäude und als auch am Gesamtareal, das den Kreativen in Stadt und Land Raum zur Entfaltung bieten soll.
  • Bei der ehemaligen Talstation geht die Tendenz dahin, aus ihr eine „Kreativstation“ zu machen, eventuell ein Neubau mit „Erinnerungselementen“ der ursprünglichen Nutzung. Verschiedenste Einrichtungen und Initiativen könnten Platz finden – getragen von einem „Zukunftslabor“, das in der Einscheidungs- und Umbauphase Impulse für die künftige Bespielung liefert.
  • Die denkmalgeschützte Brücke soll als Treppe begehbar gemacht werden, von der aus ein Einstieg in das Wegenetz auf der Nordkette möglich ist. DasIndustriedenkmal wird erneut zur Verbindung über den Fluss zwischen Stadt und Berg.
  • Die Einzigartigkeit der Raumdimension und Dachkonstruktion der Rotunde soll erlebbar bleiben und nicht durch massive Einbauten beeinträchtigt werden. Die Variante, bei der die Rotunde als digitaler Projektionsraum ihrer ursprünglichen Funktion zeitgemäß zurückgeführt wird, erhielt von der Bevölkerung den größten Zuspruch. Auch eine zweite Variante, bei der eine begehbare Rampe im Innenraum spiralenförmig entlang der Mauer nach oben führt und so zu einem Präsentationsort für Digitales und Analoges werden kann, gilt es vor der endgültigen Empfehlung an das Land Tirol auf Machbarkeit und Kosten zu überprüfen.
  • Der verbindende Freiraum wird zum „Rotundenplatzl“ und soll vorwiegend „Verweilfläche“ mit Gastronomie und ausreichend konsumfreiem Raum sein. Die Öffnung mittels Sitzstufen hin zum Wasser ist ein vielfach geäußerter Wunsch der Bevölkerung, der jedoch noch eingehender Abklärung bedarf. Hinsichtlich des Radwegs wird langfristig eine kreuzungsfreie Radwegführung entlang des Inns gewünscht, unabhängig davon ist auch eine Radwegführung als südliche Begrenzung des Platzes denkbar.

 

Bis zur Umsetzung des neuen Rotundenareals begrüßt die Bevölkerung eine Zwischennutzung der Talstation als Jugendraum des SchülerInnenbeirats. Gemeinsam mit dem „Zukunftslabor“, einem im Zuge der vor ort ideenwerkstatt® gegründeten Zusammenschluss von Kreativen, sollen die Räume selbstverwaltet genutzt und langfristige Perspektiven für die Bespielung prozesshaft erarbeitet werden. Die Idee der Zwischennutzung ist konkretes Ergebnis der vor ort ideenwerkstatt® und findet große Unterstützung seitens der Stadtpolitik.

 

Hier kann die Präsentation vom 21. November 2012 heruntergeladen werden. Dieser Stand stellt kein Endstadium dar, das in genau dieser Form umgesetzt wird. An der Weiterentwicklung der vielen wertvollen Ideen, Meinungen und Beiträgen wird weiter gearbeitet.

Wenn Sie Informationen zur öffentlichen Präsentation der Machbarkeitsanalyse am 23. Oktober 2013 haben möchten, dann schicken Sie bitte ein Mail an rotundenareal@nonconform.at 

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